Das Ursulinenkloster in Duderstadt

Februar 2018

 

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Text und Foto: Sr. Ingeborg Wirz OSU

    Ein Schneeglöckchen – Vorbote des kommenden Frühlings,
     - ein Vorbote hellerer Tage,
     - ein Vorbote grüner Wiesen,
     - ein Vorbote bunter Blumenpracht,
     - ein Vorbote großer Lebensfülle – jetzt aber nur klein und unscheinbar.

     

    Gleich zu Beginn des Monats Februar feiert die Kirche ein Fest „Darstellung des Herrn“.
    Früher hieß dieses Fest „Mariä Lichtmess“, um anzudeuten, dass Gottes Herrlichkeit in seiner Menschwerdung anbricht, bei der Darstellung im Tempel das Licht des lebendigen Gottes „aufbricht“.
    „Darstellung des Herrn“: Ein kleines Kind wird von seinen Eltern im Tempel dem Herrn geweiht, und der greise Simeon spricht in der Begegnung mit dem Kind die prophetischen Worte:
    „Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ (Lk 2,30-32)
    So ist die Darstellung des Herrn im Tempel – die Hingabe eines kleinen Kindes an Gott, seinen Vater – Vorbote für die größere Herrlichkeit, die dieses Kind in die Welt bringt, und die Simeon umschreibt mit „Licht, das die Heiden erleuchtet“, „Heil, das allen Völkern bereitet ist“.
    Sie ist Vorbote, weil Gott nach diesem scheinbar kleinen, unbedeutenden Ereignis im Tempel Großes verheißt, mehr noch in Jesus Unerhörtes vollbringt, zum „Heil aller Völker“.
     

 

Januar 2018

 

Zu Beginn eines neuen Jahres stehen wir noch im weihnachtlichen Geschehen:

Hirten stehen an der Krippe, Weise aus dem Morgenland lassen sich durch einen Stern den Weg weisen zum Kind.

Die Krippen-Darstellung in unserer Kirche hat einen Hirten, der Ausschau hält, Ausschau nach dem Licht, das auch sein Leben heller werden lässt.

Wonach halten wir Ausschau zu Beginn eines neuen Jahres, wonach wollen wir Ausschau halten?

Welcher Stern weist uns den Weg ins neue Jahr?  Wollen wir uns von ihm leiten lassen, wollen wir uns überhaupt auf den Weg machen?

Halten wir Ausschau nach dem Kind, nach dem lebendigen, menschgewordenen Gott, und lassen wir uns von seinem Stern leiten, dann wird das neue Jahr ein gutes, gnadenreiches Jahr werden.

 

Text und Foto: Sr. Ingeborg Wirz OSU

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