Broschüre der

Liebfrauenkirche

Foto: Mischke, Göttingen

Foto: Mischke, Göttingen

Liebe Besucher der Liebfrauenkirche,
 


Wir leben in einer Zeit, in der Menschen mehr denn je Orte suchen, wo sie zur Ruhe kommen, wo sie in Stille mit ihren Anliegen und Nöten vor Gott verweilen können oder wo sie Gott im gemeinsamen Gebet der Kirche mit Preis und Dank, mit Bitten und Fragen begegnen können. Wir Duderstädter Ursulinen, die seit 1700 hier in dieser Stadt beten und wirken, wollen ein Ort des Glaubens und des Gebetes sein und den Bedürfnissen unserer Zeit Rechnung tragen.

Den Zeitpunkt einer anstehenden Renovierung der Klosterkirche haben wir im Jahr 2007 genutzt, die Kirche so umzugestalten, dass gemeinsames Beten - Feier der Eucharistie oder des kirchlichen Stundengebetes - als auch stille eucharistische Anbetung oder fürbittendes Gebet bei der Mutter Gottes angemessen Raum finden.

 

Diese Broschüre soll eine kleine Anregung sein und auch Anleitung, Aussagen, die sich hinter der Neugestaltung verbergen, aufzuspüren, zu entdecken und zu verstehen.

Diese Broschüre soll eine kleine Anregung sein und auch Anleitung, Aussagen, die sich hinter der Neugestaltung verbergen, aufzuspüren, zu entdecken und zu verstehen.

Dazu sind hier Texte zusammengestellt, die die Kirche aus verschiedenen Blickwinkeln und Aspekten beschreiben.

Mögen Sie mit uns einstimmen
in das Wort des Psalms 122

 

 

Foto: Schreiber, Orgelbau

Die neue alte Orgel der Liebfrauenkirche
 

In den beiden Weltkriegen teilten viele Orgelpfeifen das Schicksal der Glocken und wurden als wertvoller Rohstoff der Rüstungsindustrie eingeschmolzen. Besonders die sichtbaren Prospektpfeifen waren begehrt. Ein deswegen für jede Orgel zu erstellender „Meldebogen für Orgeln“ von 1944 gibt Auskunft darüber, dass der Duderstädter Orgelbauer Louis Krell im Jahre 1890 für die Liebfrauenkirche ein Instrument mit 14 Registern gebaut hatte.

Diese Orgel tat bis 1965 ihren Dienst und wurde im Rahmen der damaligen Kirchenrenovierung abgetragen und danach nicht wieder aufgebaut. Statt dessen wurde ein in den 60er-Jahren weit verbreitetes Orgelmodell „von der Stange“ aufgestellt. Von der Orgel, die Louis Krell einst gebaut hatte, blieben nur noch die Pfeifen und einige Registerzüge, gelagert auf dem „Katharinenboden“ des Ursulinenklosters.

Bei den neuesten Planungen zur Umgestaltung der Liebfrauenkirche kam man sofort überein, dass die kleine Seitenempore, die für das Fabrikinstrument in den 60er Jahren gebaut worden war, keinesfalls übernommen werden konnte. Gleichzeitig erinnerte man sich an die alten Pfeifen, die doch eigens für die Liebfrauenkirche gebaut worden waren. Eine Reihe glücklicher Fügungen führte dann dazu, dass mit Orgelbaumeister Armin Schreiber aus Burgdorf der Vertrag über den Bau einer neuen Orgel mit den historischen Louis Krell- Pfeifen geschlossen werden konnte. Das Instrument aus den 60er-Jahren tut seinen Dienst jetzt im Franziskanerinnenkloster "Sestre Franjevke" in Sibenik, Kroatien.

 

Disposition der Armin Schreiber-Orgel:

I.  Hauptwerk, C - g´´´

 

II Oberwerk, C - g

Bordun             16’ LK*

 

Salicional      8’ LK

Pricipal               8’ LK

(Prospektpfeifen AS)

Hohlflöte

Fernflöte            8’ LK

 

Flöte

Gedackt             8’ LK

 

Flachflöte

Octave               4’ LK

 

Oboe

Rohrflöte            4’ LK

 

 

Octave               2’

(Vorabzug aus Mixtur)

Pedal, C-f’

Mixtur  3f.          2’ LK

 

Subbass       16’ LK

 

 

Violon           16’ LK

 

 

Octavbass      8’ LK

Koppeln: OW/HW, OW/Ped., HW/Ped.

*LK= Louis Krell 1890 mit Erweiterung des Tonumfangs bis g’’’ durch Armin Schreiber
 AS=  Armin Schreiber 2007

Paul Heggemann

Regionalkantor und Sachverständiger des Bistums Hildesheim für das Untereichsfeld

 

Angebote der
Liebfrauenkirche


 

Konzerte

Mischke-Altar
Mischke-2007-034_31A
Schreiber-Ogel

Das Ursulinenkloster in Duderstadt