In den Ferien war ich in Wittenberg. Das dortige Gymnasium war in den 90er Jahren nach den Plänen des bekannten Künstlers Friedensreich Hundertwasser auf einzigartige Weise umgestaltet.
Ein Plakat vor dem Schulgebäude zeigte einen Ausspruch Hundertwassers, der mich immer noch beschäftigt:
„Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum, wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.“ (Hundertwasser)
Mir fiel ein Kirchenlied ein, dass Jugendliche sehr gern singen, das vielleicht gut den Traum einer neuen Wirklichkeit umschreibt:
„Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt, dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, dann wohnt er schon in unserer Welt.
Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält, und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt, dann hat Gott …
Wenn der Trost, den wir geben, uns weiter trägt, und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird, dann hat Gott unter uns …“ (GL 470)
Eine neue Wirklichkeit!
Text/Foto: Sr. Ingeborg Wirz OSU