Gedanke des Monats Januar 2026 – Frost

Ein neues Jahr fängt an. Der Januar: kalt und frostig. 

Und doch zeigt sich manchmal überraschend ein nur vom Frost ermöglichtes Bild: 

Ein unscheinbares Spinnweb wird zu einem kunstvollen Gebilde, man bleibt staunend stehen. 

Geht es uns nicht mit biblischen Texten ähnlich? Oft gehörte Buchstaben und Wörter bleiben leer, unscheinbar, bedeutungslos, aber wer zeigt uns die wirkliche Schönheit? Ich denke das manchmal, wenn ich in der weihnachtlichen Zeit die großen Jesaja-Texte höre. So z. B. Jes. 11, 1-4: 

„An jenem Tag wächst aus dem Baumstumpf Isais ein Reis hervor.
Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm:
der Geist der Weisheit und der Einsicht,
der Geist des Rates und der Stärke,
der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.
Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht.
Er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, 
wie es recht ist.“ 

So will Gott unter uns sein. Haben wir einen Blick dafür? 

 

Ein gesegnetes und friedvolles neues Jahr 2026! 

 

Text/Foto: Sr. Ingeborg Wirz OSU